Katzenbilder waren gestern…
Friday, 18. April 2008 (assel)Amazons 24-Stunden-Service
Tuesday, 15. January 2008 (techno)Wirklich toll, wie man sich bei Amazon bemüht, die Kunden zufriedenzustellen. 24 Stunden am Tag arbeiten die Mitarbeiter, damit die Post pünktlich beim Empfänger ankommt. Und wenn der Tag nicht reicht? Dann nimmt man halt die Nacht dazu:

Monkey Island Flash-Film
Wednesday, 31. October 2007 (techno)Gerade flog mir dieser Link zu: Monkey Island als Flash-Film. Erhältlich in Deutsch und Englisch. Klasse! :-)
Verbotene Früchte
Friday, 26. October 2007 (techno)Damals, als wir unsere Daten noch analog speicherten, war vieles viel einfacher. Zugegeben, bevor es irgendwann in der 80ern flächendeckend Kopierer gab, musste man Schriftstücke noch abschreiben oder abtippen, um sie zu reproduzieren, aber spätestens in der 90ern hatte so gut wie jedermann die Möglichkeit im Prinzip beliebige Medien zum eigenen Gebrauch zu vervielfältigen. Musik konnte man auf preiswert erhältliche Kassetten überspielen, Filme im Fernsehen ließen sich problemlos auf VHS (oder Video 2000) aufnehmen und Fotos konnte man dank einigermaßen erschwinglicher Bild-vom-Bild-Angebote der Drogerielabore auch dann duplizieren, wenn man kein Negativ dazu besaß.
Das analoge Kopieren jedoch war immer mit Qualitätsverlusten verbunden, und, schlimmer noch, selbst die Originale nutzten mit der Zeit und bei Benutzung ab. Trotzdem fand man sich damals damit ab. Wer kennt sie nicht, die rauschenden Kassettenkopien mit den Knacksern an den Lieblingsstellen, an denen man viel gespult hat? Wer nennt keine verblichene Fotografie sein eigen? Und wer kennt nicht die schäbigen Kopien von der Kopie von der Kopie des unsäglichen Lametta-Weihnachtsgedichtes? All das war zwar auch damals schon ärgerlich, aber es gehörte irgendwie halt dazu. Wer eine Fotokopie machte, die - etwa auf Grund der Farbe der Vorlage - nicht nur die üblichen schwarzen Streifen am Rand hatte, sondern überdies mit dunkelgrauer Schrift auf hellgrauem Hintergrund eher schlecht lesbar war, konnte damit leben, denn er wußte, daß ein Kopierer nun mal keine Druckpresse ist und Farbkopien, sofern denn überhaupt möglich, ziemlich unbezahlbar. VHS-Videorekorder hatten zwar immer mehr Leseköpfe (um die Qualität von Video 2000 zu erreichen), aber für flimmerfreien Filmgenuß ging man ins Kino, denn das Wort Heimkino gab es noch nicht, zumindest nicht als Bezeichnung für annähernd erschwingliche braune Ware aus dem Kaufhaus.
Heute jedoch sind wir verwöhnt. Jeder hat schon den (theoretisch) knackfreien Sound einer CD gehört (und einigen ist selbst der nicht gut genug) und kaum einer würde sich heutzutage mit einer Analogkopie auf Kassette zufriedengeben, davon abgesehen daß viele nicht mal mehr das passende Abspielgerät besitzen. Und wenn schon Qualitätsverlust, dann doch bitte die MP3s mit mindestens 320kbit/s encoden, das muß schon sein. Die ersten Heimkinoenthusiasten tauschen derweil gerade ihre DVD-Player gegen Blu-ray- bzw. HD DVD-Geräte aus, 50-Zoll-Fernseher und THX-Surround-Sound-Anlage sind bereits angeschafft. Alle Medien sind inzwischen irgendwie digital, knack- und knitterfrei und lassen sich dementsprechend nicht nur in hoher Qualität wiedergeben, sondern auch kopieren. Nun ja, fast. Denn diejenigen, die mit “Originalen” (also authorisierten Kopien) ihr Geld verdienen, haben schon vor Jahren den Kopierschutz für sich entdeckt und entwickeln entsprechende Verfahren beständig weiter, fast als ob es sonst nichts Wichtiges zu tun gäbe. Offenbar immer noch geschockt von dem angeblich größten Fehler der Musikindustrie, mit der CD praktisch digitale Master in die Läden gestellt zu haben, bemühen sich nun diejenigen, deren Aufgabe es ist, Medien zu verbreiten, emsig darum, genau das zu verhindern. Wo sich wie bei Kaufmusikdateien das Kopieren prinzipbedingt nicht verhindern läßt, werden dem Konsumenten inzwischen kryptographische Hürden in den Weg gelegt, um eine Nutzung außerhalb eines vorher festgelegten Rahmens zu verhindern.
Es soll hier aber nicht um den Sinn oder Unsinn von Kopierschutzverfahren gehen, oder um die Frage, inwieweit eine Bevormundung des Konsumenten durch die Inhaltsanbieterindustrie abzulehnen ist. Denn allen Verfahren (mit Ausnahme von HDCP) ist gemein, daß es durchaus möglich ist, (legale) Analogkopien des Mediums anzufertigen, wenn auch oft nicht völlig problemlos: Sieht man vom (analogen) Kopierschutz Macrovision ab, läßt sich ein DVD-Film ohne weiteres auf VHS aufnehmen. Auch kopiergeschützte “Un-CDs”, ja selbst SACDs lassen sich auf Kassette überspielen. Wer es denn digital mag, der kann natürlich auch einen Computer mit Video- oder Soundkarte zum Aufnehmen benutzen. Klar, die solchermaßen aufgezeichnete DVD hat weder mehrere Sprachversionen noch zuschaltbare Untertitel, und auch die meist vorhandenen zusätzlichen Surround-Sound-Audiokanäle sowohl der DVD als auch der SACD sind weg, aber, wir denken noch einmal zurück, die Schwarz-Weiß-Fotokopie hatte auch keine Farbe, und der Kassettenkopie der Langspielplatte fehlte schon in der 80ern die Möglichkeit, gezielt ein bestimmtes Stück zum Abspielen auszuwählen.
Ob dieser Vorschläge zum Anfertigen einer Analogkopie faßt sich natürlich der technikverliebte HiFi-Enthusiast an den Kopf. Warum sollte man auf die Vorzüge der Digitaltechnik verzichten? Warum sich mit den unvermeidbaren Qualitätseinbußen der “analogen Lücke” abgeben? Die entscheidene Frage aber ist: Warum war das früher anders? Warum waren Analogkopien den Menschen 100 Jahre lang gut genug? Warum müssen die Medienkonsumenten von heute unbedingt eine 1:1-Kopie haben?
Schnotterig gesagt ist die Antwort die gleiche wie die auf die Frage, warum sich Tiere zwischen den Beinen lecken: Weil sie es können. Oder etwas elaborierter: Weil wir die verbotenen Früchte vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Wir wissen, daß es möglich ist, heutige Medien verlustfrei zu duplizieren, deswegen wollen wir das auch tun. Technisch gesehen ist die klassische Beschränkung in der Medienproduktion weggefallen: Jeder kann heute Audio-CDs und Video-DVDs produzieren oder Fotos in Laborqualität einfach auf dem Drucker ausdrucken, und diese Möglichkeit ist natürlich nicht auf die Reproduktion selbsterstellter Medien beschränkt.
Nun ist es mit dem Baum der Erkenntnis nicht ganz unkompliziert: Viele haben bisher bedauert, für immer aus dem Paradies geworfen worden zu sein, doch bis auf einige Fundamentalisten habe ich noch niemanden sagen hören, er würde zukünftig gerne auf den Genuß von Äpfeln verzichten. Das Rad der Geschichte läßt sich nicht zurückdrehen. Und wenn die Musik- und Filmindustrie heute bedauert, nicht mehr die Hoheit über den Medienvertrieb zu haben, dann kann sie uns zwar ehrlich leid tun - aber mehr eben auch nicht. Andererseits ist niemandem damit geholfen, die Mediendistributoren dafür wüst zu beschimpfen, daß sie verzweifelt versuchen, ihre alte Machtposition zu behalten, und seien die Methoden noch so fraglich. Der Mittelweg ist sicher nicht leicht, aber er könnte zum Beispiel beinhalten, datenträgerlose Kaufmusik eben dort zu kaufen, wo es sie ohne DRM-Gängeleien oder gar ohne digitales Wasserzeichen gibt.
Im Rahmen ihres T-Home-Angebotes verkauft die Telekom IPTV-Mediareceiver. Empfangene TV-Sendungen können zwar ganz wunderbar auf der eingebauten 80GB-Platte gespeichert werden, aber in digital kommen die dort nie wieder runter, schon gar nicht auf eine DVD. Doch während ich noch am überlegen bin, ob sich das proprietäre Filesystem nicht irgendwie reverseengineeren und das Microsoft-DRM nicht irgendwie knacken läßt, hat mein nicht ganz so technikverblendeter Schwiegervater das Problem eigentlich ganz elegant gelöst: Sendungen, die er geräteunabhängig archivieren will, nimmt er einfach mit seinem DVD-Rekorder auf. Natürlich ist es technisch gesehen Unsinn, Material, das teilweise gar in DVD-kompatiblem MPEG-Format vorliegt, analog auszugeben und dann wieder zu encoden. Trotzdem sieht das Ergebnis besser aus als jedes Kaufvideo aus den 90ern.
Spielsucht
Friday, 26. October 2007 (techno)Ich bin mal wieder an einem Flash-Spiel hängen geblieben. Bei Orbox (lokaler Mirror hier) geht es darum, den eigenen Spielstein auf einem rechteckigen Spielfeld zu einem bestimmten Zielpunkt zu bewegen. Allerdings bewegt sich der Stein immer so lange in eine der vier Richtungen, bis er auf eine Wand trifft. Ist keine Wand im Weg, dann verschwindet der Stein am Bildschirmrand und das Level beginnt von vorne. Dadurch ist es natürlich nicht ganz so leicht, ein Level zu lösen. In späteren Levels kommen auch noch 45°-Flächen hinzu, an denen der eigene Stein “reflektiert” wird, sowie Schalter, die zu drücken sind. Ziemlich hoher Suchtfaktor (wenn man sowas mag) aber zum Glück nach 25 Levels vorbei.
Mein Highscore: 19638
Kein Rechenfehler bei eBay-Sammelgeboten
Friday, 28. September 2007 (techno)Bei eBay gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, sogenannte “Sammelgebote” abzugeben. Möchte man einen mehrfach angebotenen Artikel kaufen, kann man mehrere Angebote zusammenfassen und ein solches Sammelgebot erstellen. Für jeden Artikel kann man ein eigenes Maximalgebot angeben, so daß sich auch ein leicht unterschiedlicher Lieferumfang oder verschieden hohe Portokosten berücksichtigen lassen. eBay bietet dann automatisch der Reihe nach auf die Angebote bis einer der Artikel erfolgreich ersteigert wurde. Genau dieses Feature habe ich jetzt benutzt, um ein Buch zu erstehen, das ich leider während meines Krankenhausaufenthaltes nicht zu Ende zu lesen geschafft habe und der Patientenbibliothek zurückgeben musste (Ja, es erschien mir irgendwie passend, in der Unfallchirurgie zu liegen und einen Krimi namens “Die Chirurgin” zu lesen…). Meine Gebote waren so kalkuliert, daß mich das ganze inklusive Porto höchstens 6,12 EUR kostet.
Um so erstaunter war ich dann heute, als mir eBay folgendes anzeigte:

Bei den beiden ersten Auktionen wurde ich jeweils überboten. Buch Nr.3 jedoch ging für 4,49 EUR weg, obwohl ich 4,72 EUR geboten hatte. Überhaupt hatte der eBay-Automatismus gar kein Gebot abgegeben, sondern die Auktion übersprungen, weil der aktuelle Preis angeblich höher als mein Maximalgebot war. Rechenfehler? Skript kaputt?
Nein, bloß - wie bei Software heutzutage üblich - keine sinnvolle Fehlermeldung. Betrachten wir die Gebotsliste von Buch Nr.3:

Das Gebot wurde also gegen zwanzig nach fünf nachmittags abgegeben. Und nun ein Screenshot von der Auktion Nr.2:

Die Auktion endete also erst um 21:00 Uhr. Erst danach hätte die Sammelgebot-Automatik also auf Buch Nr.3 bieten können. Und jetzt erinnern wir uns: Sammelgebote sind ganz normale Gebote. Bloß nacheinander. Und wie ist das bei eBay mit ganz normalen Geboten? Genau, sie müssen mindestens 50 Cent über dem aktuellen Gebot liegen. Zu dem Zeitpunkt also, als Auktion Nr.2 nicht mehr zu gewinnen war (21:00 Uhr) hätte das Mindestgebot für Buch Nr.3 bei 4,99 EUR gelegen. Und das ist natürlich tatsächlich mehr als 4,72 EUR.
Es ist also alles ganz normal. Keine Ungereimtheiten bei eBay. Keine großen Schlagzeilen. Lediglich ein “Hinweis”, der besser gelautet hätte: “Ihr Maximalgebot lag unter dem Mindestgebot (4,99 EUR).”
Dritte Hand
Tuesday, 25. September 2007 (techno)Unter einer “Dritten Hand” habe ich bisher immer sowas verstanden, nicht das, was ich vorhin im Sanitätshaus Koch sah:

Nun gut, sollen die dazu sagen, wie sie wollen, aber was um alles in der Welt ist ein “Rundum-Rücken”? Das, was Kellner haben?
Amazon empfiehlt
Friday, 4. May 2007 (techno)Abhören abschaffen
Tuesday, 1. May 2007 (techno)
Wie der Tagesspiegel vor einer Woche meldete soll ab Ende Mai auch der Berliner BOS-Funk digital werden. Damit werden dann u.a. keine persönlichen Daten mehr unverschlüsselt durch die Gegend gefunkt. Insofern möchte das !blog-Komitee anläßlich des heutigen Tages noch einmal alle potentiellen Krawallmacher in SO36 herzlichst davor warnen, den zuständigen Ordnungsbehörden Anlaß zu geben, solche Daten zu erfassen. Noch geht ggf. alles unverschlüsselt über den Äther. Auch möchten wir unsere gesetzestreuen Leser darauf hinweisen, daß das Abhören der entsprechenden Frequenzen verboten ist.


