“Und wo kommt ihr her?” - “Aus 61.” - “Ach so.”

Tuesday, 1. May 2007 (techno)

Dieser Dialog entspann sich am ersten Mai vergangenen Jahres irgendwo nahe dem Heinrichplatz zwischen einem ansonsten recht sympatisch wirkenden Punk mittleren Alters und uns. Dieser Mensch, aus verschiedenen Gründen, die ich inzwischen vergessen zu haben eingestehen muß, vom Schicksal hart gebeutelt, war zweifellos ein echter SO36er, und seine Enttäuschung darüber, daß wir, denen er zuvor, wenngleich eigentlich eher ungefragt, die Details seiner unschönen derzeitigen Lebenssituation anvertraut hatte, keine “echten” Kreuzberger, sondern “bloß” solche aus 61 waren, war trotz oder vielleicht gerade wegen des schlichten “ach so” unverkennbar.

Trotzdem gibt dieser Dialog die Situation sehr treffend wieder. Kaum einmal verirren wir uns nach SO36, nicht weil es uns dort nicht gefiele, sondern eigentlich nur, weil es sich nicht ergibt. Einmal im Jahr am ersten Mai jedoch zieht es uns dorthin: das Volksfest ist nett, die Musik auf den Bühnen meist recht gut, und es weht ein Hauch von Anarchie. Ja, ein gewisses heimliches Bedürfnis nach Katastrophentourismus kann man uns wohl auch nicht absprechen, auch wenn wir uns an den “Maifestspielen“, also dem jährlichen Straßenkampf grün (bzw. blau) gegen bunt, nicht aktiv beteiligen. Nebenbei ist zumindest mein Vertrauen in die Staatsmacht nicht so weit gediehen, als daß ich den behelmten Ordnungshütern nicht liebend gerne auf die Finger gucke, wenn dadurch vielleicht ein Punk weniger windelweich gekloppt wird.

Auch aus 61 sind übrigens die hier:
Pflastersteine in 61

Seit Wochen beobachten wir Pflastersteine, die sich offenbar auf den ersten Mai vorbereiten. Erstmals konnten vorhin Pflastersteine gesichtet werden, die sich auf dem Weg Richtung SO36 befanden. Wir bitten, die leichte Bewegungsunschärfe zu entschuldigen.
Pflastersteine auf dem Weg nach SO36

Nein, keine Angst, wir helfen denen nicht…

Harry Potter nackt

Thursday, 1. February 2007 (assel)

Die halbe Welt scheint sich derzeit darüber zu echauffieren, daß Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliff sich leicht bekleidet fotografieren ließ.

Eine kurze Internet-Recherche ergab: Alles halb so schlimm.
Meine Güte, Leute, habt Euch doch nicht so:

Harry Potter nackt

Weltende

Thursday, 18. January 2007 (assel)

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
in allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
an Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

(Jakob van Hoddis 1911)

Aktuelle Wetterlage in Berlin-Kreuzberg (61): Etwas windig.

Ich wünsch mir was gegen Blog-Spam…

Tuesday, 28. November 2006 (assel)

…und zwar ein Kommentar-Moderieren-Mail-Interface für Wordpress.

Es gibt ja bereits dieses nette Feature, das diese Mails schickt, deren Subjects mit “Please approve:” beginnen. Und im Body der Mail steht dann auch eine wundervolle URL, die “wp-admin/post.php?action=confirmdeletecomment” enthält…

Diese Mails würde ich gerne einfach taggen und bouncen können. Nach blog-toepfchen@assel.net und blog-kroepfchen@assel.net. (Oder so ähnlich halt.) Und dann werden die Kommentare approved oder weggeschmissen. *)

Schreibt mir das jemand? Ich fühle mich nicht wirklich berufen dazu. Und das Wordpress-POP3-Interface, mit dem man per Mail bloggen können soll, hab ich mir auch lieber noch nicht genauer angeguckt…

*) Bin mal gespannt, wann ich das erste mal auf eine dieser Adressen Spam bekomme… Ich werde berichten.

Nachtrag: Am 4.12. kam Spam an “toepfchen@assel.net”. Schlauer Spambot!

Der gute Wille und die Microsoft-Realität

Wednesday, 18. October 2006 (techno)

Wann immer die c’t über das Arbeiten ohne Administrator-Rechte berichtet, überkommt mich das schlechte Gewissen, denn mein Standard-Windows-User auf dem Desktop-Rechner ist Administrator, ja er heißt sogar so. Und wann immer sich ernsthaft die Gelegenheit bietet, versuche ich, mich an die vielen tollen Ratschläge zu halten und endlich einmal - gleich bei der Installation - ein Windows aufzusetzen, das User mit unterschiedlichen Rechten kennt.

Seit vorgestern abend steht hier jetzt ein neuer Desktop-Rechner. Hier in aller Kürze die Resultate der ersten Versuche, ohne Admin-Rechte die wesentlichen und unwesentlichen Dinge des täglichen Bedarfs zu installieren:

  • Treiberinstallation als Administrator funktioniert wie erwartet.
  • Firefox als Admin installiert. Fragt, wenn ich ihn als User nutze jedes Mal nach, ob ich Daten unverschlüsselt an eine Webseite schicken will und merkt sich mein Nichtankreuzen bei “nächstes Mal wieder fragen” nicht.
  • Das Tool meines Mainboard-Herstellers zur Überwachung von CPU- und Board-Temperatur funktioniert nicht, wenn ich als Nicht-Admin angemeldet bin, da es irgendwo in C:\Programme… schreiben will.
  • Ein Spiel, das mit der Grafikkarte mitkam, will sich - je nachdem, ob der Installer vom Admin oder vom rechtelosen User aufgerufen wurde - entweder unterhalb von C:\Programme… oder unterhalb von C:\Dokumente und Einstellungen\$username\Anwendungsdaten installieren. Auf die Idee, nach dem Administratorpasswort zu fragen, kommt der Installer nicht. Ein interessanter Workaround.
  • Benutzt man den interessanten Workaround nicht, sind trotz Installation als Admin beim ersten Start des Spiels nochmals Admin-Rechte erforderlich, um einen Kopierschutztreiber zu installieren.
  • Ist auch das gelungen, kann man das Spiel als normaler User starten. Damit geht allerdings nicht die Berechtigung einher, auch Spielstände speichern zu dürfen.
  • Eigentlich muß ich gar nicht “Peter Jackson’s King Kong - The Game of The Movie” spielen.
  • Microsoft-Software fragt beim Installieren als normaler User artig nach einem Admin-Passwort.
  • Sämtliche Software, die den InstallShield Wizard zum Installieren benutzt, fragt nicht nach einem Admin-Passwort, sondern zeigt die vielsagende Fehlermeldung “Error installing iKernel.exe (0xa00)” an.
  • Wenn ein Installer ausnahmsweise mal in der Lage ist zu fragen, dann wird der Software-Hersteller die Software-CD mit einem Autostart-”Klicken Sie hier für installieren”-Dingens versehen, das nicht in der Lage ist zu fragen. Die eigentliche setup.exe wird er in einem Unterverzeichnis verstecken und mit einem kryptischen Namen versehen.
  • Netzlaufwerke (die der normale User eingerichtet hat) sind zur Installation von Programmen ungeeignet, da der per “Ausführen als…” herbeigerufene Admin nicht auf das Netzlaufwerk zugreifen kann.
  • “Bei Würmern wie Blaster und Sasser ist es völlig egal, als welcher Anwender man angemeldet ist, da sie von außen über das Netzwerk durch Sicherheitslöcher in Systemdienste eindringen.” (c’t 15/2004) Gegen schlechte Software, die mit Admin-Rechten das System verstümmelt, ist eh kein Kraut gewachsen, denn wenn sie es nicht bei der Benutzung (ohne Rechte) tut, dann sicher bereits bei der Installation, für die sie Admin-Rechte brauchen wird. Gegen eigene Dummheit (als User mit Admin-Rechten das Windows-Verzeichnis gelöscht) hilft ohnehin nichts.

Ich tue es jetzt wieder. Mein User bekommt die Generalvollmacht.

Geschenkpapier

Thursday, 28. September 2006 (techno)

Ich weiß nicht, ob es der geneigten Leserschaft klar ist, aber Geschenkpapier, wenn es nicht im Dreierpack auf 10m-Rollen im Supermarkt erstanden oder der elterlichen Schrankwand entnommen wird, ist richtig, richtig teuer. Zeit und Geld sparen kann man, wenn man das Geschenk gleich bei einem Laden kauft, der es einem kostenlos einpackt. Doch was, wenn das Geburtstagsparty-Mitbringsel ausnahmsweise mal keine DVD vom Hugendubel-Grabbeltisch ist? Was, wenn die zu beschenkenden Freunde das Conrad-Elektronik-Nußknacker-Weihnachtspapier schon gar zu gut kennen, als daß es noch originell wirken könnte oder der Inhalt ernsthaft überraschen würde? Was, wenn das Geschenk nicht für irgendwen ist, sondern die geliebte Ehefrau, die morgen Geburtstag hat?

Dann, liebe Leser, macht man es so wie ich heute und begibt sich zu einem Laden, der soviel Geschenkpapier vorrätig hat, daß er es sogar verkauft, in ein Kaufhaus wie Karstadt beispielsweise. Eine ganze Abteilung scheint für nichts anderes da zu sein, als den Verkauf von allerlei Kisten, Kästen, Papieren und Bändern, die geeignet sind, triste Geschenke in edle Präsente zu verwandeln - vorausgesetzt, man trifft die richtige Wahl und hat genug Geld mitgebracht. Zu horrenden Preisen nämlich steht dort eine breite Auswahl diverser Verpackungserzeugnisse bereit. Selbst das winzigste Stück gestreiftes Geschenkpapier mit 1-Farb-Druck (schwarz auf weiß), kostet dort mal locker mehrere Euro. Dafür ist es dann mit “farblich passender Rückseite” ausgestattet. Das Papier ist weiß, die Rückseite auch. Ja, das ist wirklich sehr passend.

Nach dem Studium diverser deutlich komplexerer Verpackungssysteme habe ich mich schließlich für ein einzelnes lose verkauftes Blatt Geschenkpapier entschieden. Der Vorteil daran ist, daß man das aufgedruckte Muster besser begutachten und ggf. befühlen kann, als bei dem aufgerollten und eingeschweißten. Außerdem ist es ein wenig billiger. Aber das wäre natürlich nicht ausschlaggebend gewesen, schließlich geht es um ein Geschenk für meine Frau. Die Nachteile sind etwa folgende: 1.) Die obersten Blätter sehen meistens etwas schäbig aus, weil alle anderen Kunden das Papier begutachten und befühlen müssen, man muß also Papier von weiter unten vom Stapel nehmen. 2.) Die Blätter weiter unten sehen auch oft schäbig aus, weil alle anderen Kunden unbedingt das Papier von weiter unten vom Stapel nehmen müssen. 3.) Während man mit dem Papier in der Hand in der Schlange an der Kasse steht, zerknickt man es leicht oder hinterläßt Schweißspuren. 4.) Der Transport des losen Papiers ist, auch in aufgerollt, zumindest bei Nieselregen nicht ganz unkritisch.

Nach Abwägung der Vor- und Nachteile habe ich mich also wie gesagt für das lose Papier entschieden. Dabei ist mir leider der größte Nachteil entgangen: Auf dem Blatt klebt tatsächlich ein Preisschild! Und das geht natürlich nicht vernünftig ab. Wäre mir das vorher aufgefallen, hätte ich natürlich an der Kasse um Hilfe bitten können. “Entschuldigung, können Sie mir das Schild abmachen? Das soll nämlich ein Geschenk sein.” - “Ach so, ein Geschenk, na das wußte ich ja nicht, gerne doch.”

Ich hätte doch das aufgerollte, eingeschweißte kaufen sollen. Vielleicht habe ich aber auch nur einen neuen Trend verpaßt. Dezente Protzerei auf der Geschenkpapierinnenseite. So nach dem Motto: “Boah, das Geschenkpapier von Peter hat 2,50 Euro gekostet und Klaus’ Geschenkpapier nur 1,80 Euro. Peter ist ja echt viel großzügiger!”

Die kleine Ecke mit dem Preis habe ich schließlich doch nicht zum Verpacken gebraucht. Aber das nächste Geschenk wird wieder bei Hugendubel gekauft und verpackt. Da sehen die Leute dann gleich, daß es sich um eine spannende DVD oder ein gutes Buch handelt und freuen sich schon vor dem Auspacken.

Ende der Rücksichtnahme

Wednesday, 14. June 2006 (techno)

DER SPIEGEL-Titel  Nr. 24/2006Keine Frage: Rauchen ist ungesund und nicht cool. Und auch keine Frage: Nichtrauchern den Qualm ins Gesicht zu blasen ist nicht die feine Art. Trotzdem wird es für Raucher höchste Zeit, sich gegen die Intoleranz der Nichtraucherlobby zur Wehr zu setzen.

In seiner aktuellen Ausgabe titelt DER SPIEGEL “Rauchen: Ende der Toleranz”. Doch von welcher Toleranz ist die Rede? Wie DER SPIEGEL in dem dazugehörigen Artikel selbst schon feststellt, wächst die “Nichtraucherzone der Welt (…) derzeit fast im Vierwochentakt”. Anders ausgedrückt: Die Orte an denen ein Raucher rauchen darf, schrumpfen immer weiter. Dabei ist dieser Vorgang keineswegs auf gesetzliche Hau-Ruck-Aktionen wie das Rauchverbot in Kneipen, Pubs und anderen öffentlichen Räumen in diversen europäischen Ländern beschränkt. Beinahe unmerklich hat sich in den letzten Jahren ein Trend zur Diskriminierung von Rauchern entwickelt. Rauchen in Flugzeugen ist inzwischen selbst auf Langstreckenflügen verboten, die Raucherabteile in Zügen werden kontinuierlich weniger - während sich die Nichtraucher wundern, daß die Luft in den wenigen verbliebenen Raucherabteilen immer dicker wird, und die Raucher im Nichtraucherbereich sitzen und nur zum Rauchen in das betreffende Abteil oder ins Bord-Bistro gehen. Mit der flächendeckenden Errichtung von Einkaufszentren seit den Siebzigern haben sich Bereiche entwickelt, die praktisch auf Schlag zur Nichtraucherzone erklärt werden konnten, was eigentlich nur konsequent ist, nachdem man durch rigide Hausordnungen und paramilitärische Wachdienste andere Randgruppen wie Bettler und Obdachlose von der Benutzung ausgeschlossen hatte. Bei Fastfood-Ketten wie McDonald’s und Burger King gibt es - offenbar unter dem Vorwand der Familienfreundlichkeit - teilweise bereits seit Jahren ein generelles Rauchverbot. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Raucher räumen schneller wieder ihren Platz, um vor der Tür ihre Zigarette zu rauchen, und machen Raum für Eltern, die nichts besseres zu tun haben, als ihre Kinder möglichst früh an den Fastfoodfraß zu gewöhnen.

Die Nichtraucherlobby funktioniert dabei nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes: So trifft etwa das 2004 eingeführte Rauchverbot an Berliner Schulen einerseits die Gruppe der Schüler, die sich selten angemessen (etwa durch eine Verfassungsbescherde) zur Wehr setzen können, und andererseits die Gruppe der Lehrer, die ihre pädagogische Glaubwürdigkeit riskieren, wenn sie gegen diese Verordnung vorgehen. Passagiere von Langstreckenflügen mögen zwar murren, wenn sie ihr Nikotinbedürfnis während des Fluges nicht stillen können, doch die Schiffspassage in die Neue Welt ist nicht wirklich eine Alternative.

Die vorgeblichen Gründe für die Rauchverbote rangieren dabei zwischen schwer nachvollziehbar und vollkommen absurd. Ob sich etwa “Nichtraucherschutz” durch Abschaffung der Raucherecken auf Schulhöfen erzielen läßt, wage ich zu bezweifeln, denn ganz offensichtlich wird dann auf den Klos geraucht. Auch die häufig angeführten sogenannten “Sicherheitsgründe” kommen sehr unglaubwürdig daher. Nach meinem Kenntnisstand geschehen z.B. Flugzeugunglücke aufgrund von Materialfehlern oder menschlichem Versagen - oder meinetwegen auch wegen der ach-so-gefährlichen Terroristen - , aber nicht weil irgendein Aschenbecher Feuer gefangen hätte. Und die diversen Berichte von Bränden wegen unachtsamer Raucher beziehen sich doch zumeist entweder auf Privatwohnungen oder auf Bereiche, in denen ein Rauchverbot ausnahmsweise mal sinnvoll ist, etwa Feuerwerksfabriken. Ein anderer häufig gehörter Vorwand ist die “Sauberkeit”. Klar, wenn man erst die Aschenbecher entfernt, braucht man sich später nicht zu wundern, wenn überall Kippen auf dem Boden liegen. So geht es immer weiter. Häufig wird quasi hintenrum ein Rauchverbot eingeführt. So ist zum Beispiel das Gaststättenrauchverbot in vielen europäischen Ländern zumeist gar keine Verbraucherschutzmaßnahme, sondern eine implizite Folge des Rauchverbots am Arbeitsplatz (des Gastwirtes). Doch, so muß gefragt werden, ist es denn nötig, ausgerechnet einen Kneipier vor dem Rauch am Arbeitsplatz zu schützen? Gehört es nicht bekannterweise zum Berufsbild eines Wirtes, mit Rauch zu tun zu haben, ähnlich wie ein Bäcker nunmal mit Mehl und ein Tischler mit Holzstaub konfrontiert wird? Und wenn der arme, unschuldige Gastronom schon vor seinem selbsterwählten Schicksal beschützt werden muß, warum darf dann überhaupt noch Alkohol ausgeschenkt werden? Ist nicht der Alkoholismus ein ernstzunehmendes Problem, gerade auch bei einigen Gastwirten, die ständig der Verlockung in Form des Schnapsregals ausgeliefert sind?

Es ist höchste Zeit für die Raucher, sich gegen die fortwährende Diskriminierung zu wehren. Ziviler Ungehorsam ist gefragt. Jeder Raucher ist gut damit beraten, Rauchverbote stillschweigend zu ignorieren, wo es ihm sinnvoll erscheint, denn sonst bleibt bald wirklich nur noch das traute Heim. Ich nehme gerne Rücksicht auf Nichtraucher - aber nicht auf Rauchverbotsschilder. Und wenn die Nichtraucherlobby so weiter macht, dann ist es - bei allem Verständnis - auch mit der Rücksichtnahme bald vorbei.

Illuminatenkippen!

Thursday, 8. June 2006 (techno)

23 Zigaretten, 5 Euro

Überteuerte Althardware

Tuesday, 30. May 2006 (assel)

EAD Dose. Schwärzlicher Dreck leider nicht wasserlöslich. Herkunft: IN-Berlin VR vor der Renovierung.EAD. Das war diese Pest aus dem letzten Jahrtausend, die wir in der Foo-Berlin vor einem guten Jahr endlich endgültig losgeworden sind. Ich hatte es ja fast verdrängt, daß es sowas gab, bis ich in der Wikipedia heute nacht auf einen Bilderwunsch stieß, und tatsächlich noch ein solches Döschen in meiner Kuriositätenkiste fand und ablichtete.

In meinen Netzwerkadministratoren-Kindheitstraumata schwelgend wollte ich dann doch nochmal der Sache auf den Grund gehen, warum eigentlich so schlimme Dinge passieren, wenn man den TAE-N-Stecker eines Modems mit roher Gewalt in die EAD-Buchse drückt, und stieß zwar leider nicht auf eine vernünftige Belegung aber auf ein völlig überteuertes Angebot eines Webshops.

Faszinierend. Vielleicht sollte ich - in Absprache mit der ZUV natürlich - den Inhalt der ranzigen Kiste in meinem Büro bei eBay verscheuern? Sagen wir, zu Gunsten der Bibliothek?

Kartenspiele

Saturday, 27. May 2006 (assel)

Bei der gestrigen Brettspielrunde kam die harmlose Idee auf, unsere Risiko-Variante “Hösnikö” mal auf einer anderen Karte zu spielen. Olivers Vorschlag “römisches Reich in der Kaiserzeit” fand bei allen Beteiligten Anklang, und so fing ich heute nachmittag an, einer aus einem Geschichtsbuch eingescannten Karte mit Photoshop beizugehen.

Bei stumpfsinnigen Arbeiten (wie dem Wegpinseln von Fliegendreck mit der Maus) kann man ja bekanntlich gut über alles mögliche Nachdenken, und so formte sich in meinem Gehirn das Wort “Vektor” und ich erinnerte mich, in der Wikipedia schon mehrere wunderschöne Karten gesehen zu haben, die Wikipedianer selbst erstellt hatten.

Auf Wikipedia:Grafiktips/Karten erfuhr ich von der Existenz des OpenSource-Programms GMT (Generic Mapping Tools).

Dieses ist jetzt auf klendathu installiert, und ich kann bereits eine Karte zeichnen lassen, die den von mir gebrauchten Kartenausschnitt des erweiterten Mittelmeerraumes zeigt:

pscoast -R-15/55/25/55 -JM6i -P -B5g5 -G180/120/60 -Dh > map.ps

Stand der Dinge 02:52:
Ich kann Karten zeichnen. Die Auflösung ist leider bescheiden, die Landmassen sind braun, die Flüsse schwarz (und ich weiß nicht warum) und sinnvoll weiterverarbeitbar in Illustrator ist das alles auch noch nicht.

Wenn man sich mit Kartographie beschäftigt, kommt man natürlich nicht umhin, sich wenigstens oberflächlich über die verschiedenen Kartenprojektionen zu informieren. Sehr gut gefällt mir zu diesem Thema die Seite der Olanis GmbH

Nachtrag:
Mir wird so langsam klar, was für ein großes Faß ich da gerade aufgemacht habe. Immerhin gibt es ja Menschen, die sowas wie Geographie jahrelang studiert haben. Allein die Abkürzungen unterschiedlicher Institutionen, die Geodaten publizieren und die verschiedensten Dateiformate, in denen man solche Daten speichern kann, machen mich ganz wirr im Kopf. Vielleicht hätte ich ja doch bei Photoshop bleiben sollen…